Evangelische Kirchengemeinde Kraftsdorf

Kraftsdorfer Musiksommer 2018 - Abschlußkonzert des Kraftsdorfer Musiksommers am 16.09.2018, 17:00 Uhr

mit der Tom Horn Band aus Weimar. Es erklingen Lieder zu Gitarre, Piano, Bass und Cajon zwischen Sinn und Sehnsucht. Musikalische Vorbilder der Band sind Leonard Cohen, Paul Simon, Reinhard Mey u.a.


Eintrittskarten erhalten Sie an der Konzertkasse zum Preis von 12,- € und im Vorverkauf zum Preis von 10,- € bei: 

Lebensmittelmarkt Kraftsdorf, Bäckerei Nützer Hermsdorf, Pfarramt Rüdersdorf-Kraftsdorf (Tel.: 036606 / 84412), Familie Straßburger Kraftsdorf (036606 / 60742)

 

Pater Anselm Grün zu Gast beim Kraftsdorfer Musiksommer am Johannistag, 24.06.2018

Als Autor zahlreicher Bücher und aus dem Fernsehen ist Pater Anselm Grün von der Benediktinerabtei Münsterschwarzach in Unterfranken als begnadeter Redner und Verfasser bekannt. Am 24. Juni, dem Johannistag, bot der Kraftsdorfer Musiksommer die wunderbare Gelegenheit, ihn live bei einem seiner Vorträge zu erleben. Das wollten sich zur Freude unserer Kirchengemeinde Rüdersdorf-Kraftsdorf sehr viele Interessenten aus Nah und Fern nicht entgehen lassen. Sie erlebten Pater Anselm als einen äußerst sympathischen, stets den Menschen zugewandten Diener Gottes, der viel Ruhe und Wärme ausstrahlte und ein starkes Gefühl von Geborgenheit und Liebe vermittelte. Seinen Vortrag in der Kirche St. Peter und Paul hatte er unter das Thema „Bilder der Seele. Die heilende Kraft des Kirchenjahres“ gestellt. Dabei nahm er die Besucher mit auf eine bewegende Reise durch dasselbe, denn die Bilder der Seele sind bei den christlichen Festen sehr wichtig. Wer sich voll und ganz darauf einlässt, erlebt, wie sich sein Leben mehr und mehr verwandeln kann, wie man heil und gesund wird an Körper und Seele. In den Festen von Advent und Weihnachten über die Passionszeit, Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten weiter zu den Marienfesten des Sommers bis zum Erntedankfest und dem Ewigkeitssonntag im November, um nur mal die wichtigsten zu nennen, feiern wir nach Pater Anselms Worten im Prinzip die Reinigung unseres Herrn Jesus Christus und würdigen die Stationen seines Lebensweges. Das sind Geburt und Leben mit all seinen Facetten, Tod, Auferstehung und ewiges Leben, die sich wie die Feste jedes Jahr wiederholen. So können wir uns immer wieder mit deren Sinn und Inhalt beschäftigen und uns ihre heilsamen Bilder einprägen. Auf diese Weise verändern die kirchlichen Feste uns selbst und schließlich auch die Gesellschaft. Pater Anselm sieht darin einen wesentlichen Baustein hin zu einer humaneren Gesellschaft, die leider immer härter wird, die Menschen zu durchsichtigen Lebewesen macht und stets vor höhere Herausforderungen stellt, die viele nicht mehr erfüllen können und krank machen.

Pater Anselms Vortrag enthielt eine Fülle an Informationen zu den Festen und darauf basierende therapeutische und psychologische Aspekte und Hinweise. Im Prinzip war es eine lehrreiche und hoch interessante Stunde mit zahlreichen Hilfen zur Selbsthilfe für ein gutes und erfülltes Leben. Ein paar grundlegende Aussagen dazu seien hier genannt:

„Unsere Sehnsüchte kann nur Gott erfüllen, so wie nur er den tiefen Schmerz in unserer Seele heilen kann. Leiden und Krankheit zulassen und nicht vorwurfsvoll begegnen. Wir können immer wieder ein neues Leben beginnen. Wendezeiten sind immer Zeiten der Verwandlung. Wer aus der Quelle des lebendigen Wassers in sich schöpft, braucht keine Ängste haben und erschöpft sich nicht. Vorurteile jeglicher Art nicht zulassen. Engel sind der verlängerte Arm Gottes. Für Dankbarkeit gibt es immer Gründe und Gelegenheiten. Wir leben aus unseren Wurzeln, deshalb gehören auch die Toten zu unserem Leben. Gnade ist, sich selbst anzunehmen, die größte Gnade ist jedoch, sich selbst zu vergessen. Rituale sind Kraftquellen, an denen wir uns festhalten können. Wenn Gottes Geheimnis in unserem inneren Raum wohnt, ist alles heil.“

Abschließend betete Pater Anselm gemeinsam für und mit den Besuchern ein 1600 Jahre altes meditatives Segensgebet. Das war wie der gesamte Vortrag sehr berührend und wohltuend und vermittelte den Eindruck, dass die Besucher ein großes Maß an Hilfe und Stärkung für ihr Leben und ihren Glauben mit nach Hause in ihren oft nicht leichten Alltag nehmen konnten. Wir sagen ein herzliches Dankeschön an Pater Anselm Grün für seine Ausführungen, die auch diesen Abend zu einem ganz besonderen gemacht haben, der unvergesslich sein wird. 

Danken möchten wir ebenso herzlich der jungen Kraftsdorferin Clara Goedicke, die den Vortrag musikalisch mit ihrem virtuosen Spiel auf der Klarinette umrahmte. 

Monika Grzanna

JANNA begeisterte mit Celtic Concert beim Kraftsdorfer Musiksommer am 27.05.2018

Sie sind längst keine Unbekannten mehr beim Kraftsdorfer Musiksommer. Am letzten Maisonntag war das Duo „JANNA“ bereits zum 3. Mal zu Gast in unserer Kirche St. Peter und Paul und spielte sich mit seinem „Celtic Concert“ vom ersten bis zum letzten Ton in die Herzen und Seelen der zahlreichen Besucher. JANNA, das sind Hanna Flock-Rosenbrück und Joachim Rosenbrück aus Ilmenau. Die vielseitigen Vollblutmusiker haben sich seit vielen Jahren auch der keltischen Folkmusik verschrieben und verstehen es hervorragend, sie im perfekten Zusammenspiel meisterhaft zu interpretieren. Hanna Flock überzeugte erneut mit ihrer klaren und kraftvollen Sopranstimme in Verbindung mit wunderbarem Klavier- und Flötenspiel. Joachim Rosenbrück glänzte mit seinem Spiel auf verschieden gestimmten Gitarren, an der Violine und der selten gehörten Thüringer Waldzither. Mit ihren Liedern erzählten JANNA Geschichten aus dem Leben, wie sie überall vorkommen: von Liebe und Leid, von der irischen Heimat und der Sehnsucht der zahlreichen Auswanderer nach ihr, vom Weggehen und Zurückkehren, vom schweren Arbeitsleben in Bergwerken und Fabriken, von alltäglichen Erlebnissen und wahren Begebenheiten, die weit in die Vergangenheit zurückreichen wie Kriege, Hungersnöte und wiederkehrende  Auswanderungswellen. So nahmen die Musiker die Zuhörer mit auf eine bewegende Zeitreise in die Geschichte Irlands und erfuhren viele Hintergründe zum Inhalt der Songs. Vor jedem Lied, alle in englischer Sprache gesungen, gab Hanna Flock entsprechende Erläuterungen. Auch das kam sehr gut an und war eine gute Hilfe für alle, die nicht oder nicht so gut englisch sprechen. Die Melodien der ursprünglich keltischen Songs aus Irland und Schottland klingen immer fröhlich, rhythmisch, mitreißend und beschwingt, doch wenn man die Texte und Inhalte kennt, weiß man, dass auch viele Probleme und Nöte besungen werden. Dabei wurde sicher so manchem Besucher klar, dass Menschen und Völker in ihrem Alltag und in schweren Zeiten gerade solche Lieder brauchen, weil sie Mut machen, Freude und Frohsinn vermitteln und die Sorgen vergessen lassen. All das und noch viel mehr haben JANNA mit ihrem Konzert der Extraklasse und ihrem überaus sympathischen Auftreten an diesem Sonntagabend erreicht. Mit großer Spielfreude und Leidenschaft für ihre Musik haben sie die Besucher restlos begeistert und ihnen ein phantastisches und unvergessliches Konzerterlebnis beschert. Wir sagen Dankeschön an JANNA und ebenso an alle Organisatoren und Helfer unserer beliebten Veranstaltungsreihe.

Monika Grzanna

 

Kraftsdorfer Musiksommer 2018 begann mit Barockkonzert am 22.04.2018

Am 22. April 2018, einem traumhaft schönen Sommertag, startete der Kraftsdorfer Musiksommer in seine nunmehr 12. Saison. Zum Auftaktkonzert begrüßten Jörg und Simone Straßburger mit zahlreichen Besuchern aus Nah und Fern in unserer Kirche St. Peter und Paul vier exzellente Musiker und einen hoffnungsvollen jungen Sänger. Sie gehören zum Ensemble für Alte Musik des Goethegymnasiums/ Rutheneum seit 1608 Gera bzw. zum Rocca-Duo Gera und stellten mit ihrem Programm „Barocke Pracht von Italien bis Norddeutschland“ ihr hohes musikalisches Können unter Beweis. Unter der Leitung von Organist und Musiklehrer Benjamin Stielau erklangen Werke italienischer und deutscher Komponisten der Barockzeit. Die Namen derselben außer Bach und Vivaldi waren der Mehrheit der Besucher wohl nicht so bekannt. Aber die Motetten, Sonaten und Kantaten von  Johann Schelle, Ignazio Sieber, Antonio Caldara, Biagio Marini und anderen Komponisten jener für uns lange zurückliegenden Zeit des 17. und beginnenden 18. Jahrhunderts sorgten am Sonntag mit dem Namen Jubilate für die genau richtige Stimmung. Die meist fröhlichen, aber auch getragenen Melodien waren überaus wohltuend und beruhigend und berührten Herz und Seele. Ein Glanzpunkt des Konzerts waren ohne Zweifel drei Orgelwerke von Johann Sebastian Bach, die Benjamin Stielau auf der historischen Poppe-Orgel meisterhaft interpretierte. Schön, dass er sich mit seinen Mitstreitern Peter Wiegand, Cornelius Herrmann, Lucas Biegel und Tom-Elias Taubert dieser nur scheinbar „Alten Musik“ verschrieben hat und sie mit zahlreichen Konzerten einem breiten Publikum nahe bringt. So wird sie nicht vergessen und war der Garant für einen gelungenen Auftakt unserer beliebten Veranstaltungsreihe.

Monika Grzanna

 

Schwungvolle Bläsermusik und Luthertexte zum Abschluss des Kraftsdorfer Musiksommers am 17.09.2017

Leider ist er schon wieder Geschichte, der Kraftsdorfer Musiksommer des Jahres 2017. Die Besucher erlebten an fünf Sonntagen ein abwechslungsreiches und anspruchsvolles Programm, das vielen Erwartungen gerecht wurde. Jedes einzelne Konzert war dabei eine besondere Perle, an die man mit Freude und großem Dank zurückdenken wird. Erinnert sei an zwei großartige und stimmgewaltige Chorkonzerte mit Kinderchören aus Jena und Gera, an die Songs der Beatles in ganz spezieller Interpretation und an die wunderbare Gaby Albrecht mit ihren Liedern von Schlager bis Oper. 

Auch das Abschlusskonzert „Blech trifft Luther“ am 17. September reihte sich würdig ein in die Reihe der besonderen Konzerte 2017. Pfarrer Christian Kurzke hatte sich im Jubiläumsjahr „500 Jahre Reformation“ Originaltexte von Martin Luther für mehrere kurze Lesungen zwischen den Musikstücken herausgesucht. Dabei ging es um die 95 Thesen Luthers, die Gerechtigkeit Gottes, die Verbesserung des Schulwesens und Verhaltensregeln für die Fürsten/ Politiker. Erstaunlich war, wie aktuell viele Gedanken und Forderungen Luthers auch heute noch sind.

Hauptakteur des Konzerts war das Bläserensemble „BlechArtig“ aus Jena, das sich mit Titeln aus der gesamten „Blechbandbreite der Musik“ von Johann Sebastian Bach bis Freddy Mercury vom ersten Ton an direkt in die Herzen der Zuhörer spielte. Bläsermusik in der Kirche hat immer etwas Feierliches und Erhebendes und so verstanden es auch die fünf Vollblutmusiker ausgezeichnet, ihren Instrumenten traumhaft schöne Töne zu entlocken. Da waren wirklich Meister ihres Faches am Werk, die für stürmischen Applaus und so manche Gänsehaut beim Publikum sorgten. Ihr Versprechen in Bezug auf die Vielfalt der Titel erfüllten sie mit Bravour und ließen Stücke aus Renaissance, Barock und Romantik bis zur Moderne erklingen. Als besondere Höhepunkte seien Auszüge aus der Wassermusik von Händel, die Arie der Carmen aus der gleichnamigen Oper, Swingmusik (Moon River), die „Bohemian Rhapsody“ von Freddy Mercury in Originallänge und der unvergessene Beatles-Titel „Yesterday“ genannt. Es war einfach Bläsermusik vom Feinsten, die die Besucher staunen ließ und eine wunderbare Stimmung erzeugte. Diesen besonderen Kunstgenuss machte einmal mehr auch die sehr gute Akustik in unserer Kirche St. Peter und Paul möglich. Vom tollen Klang ihrer Instrumente waren die Künstler selbst überrascht und hoch erfreut. Diese Tatsache verlieh ihnen ohne Zweifel zusätzlichen Schwung für ihr zauberhaftes Konzert auf höchstem Niveau.

Bleibt uns nur noch, danke zu sagen – an BlechArtig und alle Künstler, die wir 2017 begrüßen konnten. Ein großes Dankeschön geht nochmals an Simone Straßburger und alle ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer unserer beliebten Veranstaltungsreihe, die immer wieder gern ihren Beitrag auf vielfältige Weise leisten, damit alles perfekt ist und Künstler wie Besucher freudig beschwingt und hoch zufrieden nach Hause gehen und gerne wieder kommen. Auch 2018 wird der Kraftsdorfer Musiksommer wieder stattfinden. Wir sind gespannt, wer dann zu uns kommt und freuen uns schon darauf.

Monika Grzanna

 

Revolution beim Kraftsdorfer Musiksommer am 28.05.2017

Das Konzert des Kraftsdorfer Musiksommers am 28. Mai 2017 trug den beziehungsreichen Titel „Revolution! Jazzin‘ The Beatles“. Es sorgte im Vorfeld für Spannung, machte neugierig und ließ erahnen, dass man ein Konzert in dieser Form wohl noch niemals zu hören bekommen hatte. Zahlreiche Fans der bahnbrechenden Musik der legendären Band aus Liverpool, die sich als Fab Four einen festen Platz in der Musikgeschichte eroberte, erlebten dann auch in unserer Kirche St. Peter und Paul ein außergewöhnliches und stimmungsvolles Konzert.

Dafür zogen die beiden Vollblutmusiker Silke Gonska und Frieder W. Bergner alle Register ihres Könnens: sie mit stimmlicher Perfektion und an den Percussion-Instrumenten, er ebenso meisterhaft an Tuba und Posaune. Mit stilistischer Vielfalt ließen sie meist bekannte und beliebte, aber auch selten gehörte Songs der Beatles erklingen. Zur erstgenannten Kategorie gehörten „Let it be“, When I’m 64“, Here comes the sun“, „Get back“ und natürlich der stimm- und tongewaltige Titelsong des Konzerts „Revolution“. Auch die gefühlvollen leisen und völlig anderen Songs fehlten nicht im Programm wie bspw. „Mother Naturs son“ und „Black bird fly“ von Paul Mac Carthney und John Lennon, die von Naturerlebnissen in der Kindheit und der Sehnsucht nach Freiheit erzählen. Auch ein Song von George Harrison war zu hören, der mit mystischen Klängen, angelehnt an die indische Philosophie  aufwartete. Zu manchem Song wusste zudem Frieder W. Bergner interessante Geschichten aus eigenem Erleben beizusteuern, denn in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts war die Musik der Beatles in der DDR alles andere als erwünscht. Eine LP zu ergattern war ein absoluter Glückstreffer.
Bei ihrer einfallsreichen und überzeugenden Interpretation der Beatles-Titel bedienten sich die beiden Künstler der Sampler-Technik, einer pfiffigen Methode, bei der Gesangs- und Instrumentalpassagen aufgenommen und während des Vortrags wieder eingespielt werden. Diese Experimente erfordern Geschick und Konzentration, aber sie bereichern ungemein und verfehlen ihre Wirkung nicht. Die Zuhörer haben den Eindruck, dass viel mehr Leute Musik machen als nur zwei.
Zum Abschluss des Konzerts und als Zugabe erklang natürlich John Lennons Meisterstück „Imagine“. Darauf hatten die Fans schon gewartet und belohnten die Künstler mit herzlichem Applaus. Ein begeistertes Publikum hat rund 90 Minuten gespannt und voller Aufmerksamkeit den zauberhaften und unverwechselbaren Klängen gelauscht und bedankt sich ganz herzlich bei Silke Gonska und Frieder W. Bergner für ein wunderbares Konzerterlebnis, dass in bester Erinnerung bleiben wird.

Monika Grzanna

Knabenchor aus Jena eröffnete den Kraftsdorfer Musiksommer 2017

Am Sonntag, dem 23. April war es endlich so weit: die 11. Saison des Kraftsdorfer Musiksommers begann mit einem Chorkonzert der Superlative. Mehr als 60 Jungen und junge Männer waren dazu angereist und füllten den gesamten Altarraum der Kraftsdorfer Kirche St. Peter und Paul aus. Der Knabenchor der Jenaer Philharmonie, dem es eine große Ehre war, unsere beliebte Veranstaltungsreihe in diesem Jahr zu eröffnen, begeisterte die zahlreichen Zuhörer von der ersten bis zur letzten Minute seines glanzvollen Auftritts. „Nun lasst uns singen, Freunde, es ist die rechte Zeit“, damit begann das erste Lied des Chores, dem man nur zustimmen und sich von der Magie und Kraft der Musik inspirieren lassen konnte. Die jungen Sänger boten unter der Leitung von Berit Walther und Lukas Baumann geistliche und weltliche Chormusik auf höchstem Niveau und verzauberten das Publikum mit ihren wunderbaren Stimmen und ihrer Vielseitigkeit. Das berührte die Herzen und Seelen tief und so mancher Konzertbesucher meinte dabei wohl einen Chor von Engeln singen zu hören. Chorwerke zum Lob und zur Ehre Gottes von Heinrich Schütz und Felix Mendelssohn-Bartholdy erklangen ebenso wie bekannte und heutzutage kaum noch gehörte schöne alte Volkslieder wie bspw. „In einem kühlen Grunde“, „Wem Gott will rechte Gunst erweisen“ oder „Wach‘ auf, meins Herzens Schöne“. 

Zwei weitere Konzerthöhepunkte schlossen sich an. Aus einem Orgel- und Chorwerk eines britischen Komponisten aus Anlass des 100. Jahrestages der Schlachten des 1. Weltkrieges in Frankreich sang der Chor einen Choral, ein junger Sänger überzeugte bravourös als Organist an unserer restaurierten Poppe-Orgel. Der Knabenchor war an der Aufführung dieses Werkes im Jahr 2016 in Frankreich beteiligt und vom Veranstalter dazu eingeladen worden. Gesungen wurde in deutscher, englischer und französischer Sprache. Im Juni dieses Jahres wird sich der Knabenchor erneut auf eine Konzertreise begeben, diesmal geht es nach Estland. Da es für den Chor Ehrensache ist, im Gastland auch in der Landessprache zu singen, haben die jungen Sänger bereits fleißig Estnisch gelernt. Dass dies zu 100 Prozent erfolgreich sein wird, davon konnte sich das Publikum in Kraftsdorf schon mal eindrucksvoll überzeugen. Zum Abschluss ihres Programms erklangen mehrere schwung- und kraftvolle, melodiöse und fröhliche Lieder auf Estnisch und Russisch. 

Bleibt uns nur noch, dem stimmgewaltigen Chor und seiner sympathischen Leitung ein herzliches Dankeschön für diesen würdevollen Auftakt unseres Musiksommers zu sagen und ihm noch viele solcher schönen Auftritte im In- und Ausland zu wünschen.

Monika Grzanna

 

Ulrike und Claus von Weiß "Pipes & Reeds" in der Kraftsdorfer Kirche

Ein weiteres Konzert im Rahmen des Kraftsdorfer Musiksommers stand am 28. August auf dem Programm. Dabei wollten Ulrike und Claus von Weiß aus Düsseldorf die Poppe-Orgel und irische Flöten erklingen lassen, aufgrund der herrschenden Hitze musste jedoch kurzfristig anders geplant werden. Die hohen Temperaturen hatten eine um 10 Hertz höhere Stimmung der Orgel zur Folge und das hätte mit dem Klang der irischen Flöten nicht so gut harmoniert. Für das Künstlerehepaar Weiß war dies jedoch kein Problem, statt Planxties & Airs erklangen nunmehr Pipes & Reeds im Kirchenraum, Lieder und Tänze mit Pfeifen und Zungen. Was muss man sich darunter vorstellen? Pfeifen und Zungen erklingen zusammen in der Kirchenorgel, in diesem Konzert waren sie auf vier bunt gemischte und teilweise völlig unbekannte und seltene Instrumente verteilt. Dazu gehörten eine kleine Pfeifenorgel des Mittelalters, ein indisches Harmonium, eine kleine englische Concertina und zwei leise Dudelsäcke der Renaissance. Mit welcher Meisterschaft und Spielfreude die beiden sympathischen Musiker ihre Instrumente zum Klingen brachten und dazu in englischer Sprache sangen, das begeisterte die Zuhörer vom ersten bis zum letzten Ton. Da waren meist fröhliche, aber auch traurige Lieder und Tänze zu hören, die von Liebe und Leid, vom Tod Jesu Christi und vom Lauf des Lebens erzählten. Ein paar Lebensweisheiten waren ebenfalls darin verpackt. Die Lieder strahlten viel Ruhe, Wärme und Geborgenheit aus, bei denen man sich in eine andere Zeit versetzt fühlte. Einige Stücke stammten aus dem Mittelalter und der Renaissance und sogar vom englischen König Heinrich dem Achten war ein Lied dabei. Claus von Weiß betätigt sich auch als Komponist und schrieb nicht wenige Lieder zu Geburt, Taufe und Geburtstag nahe stehender Menschen selbst. Insgesamt war es ein sehr harmonisches und besonderes Konzerterlebnis für Geist und Seele, das alle Sinne ansprach und bei dem man zur Ruhe kommen und neue Kraft schöpfen konnte. Wir bedanken uns ganz herzlich bei Ulrike und Claus von Weiß und hoffen auf ein Wiedersehen, damit wir irgendwann auch den Zauber von Poppe-Orgel und irischen Flöten genießen können.

Monika Grzanna

 

Großer Chor und Orgelklang erfreuten beim Kraftsdorfer Musiksommer

Kurz vor dem Sommeranfang am 19. Juni 2016 fand ein weiteres Konzert im Rahmen des Kraftsdorfer Musiksommers statt. Diesmal war die Singakademie Gera e. V. unter der Leitung von Benjamin Stielau zu Gast in der Kirche St. Peter und Paul. Der stimmgewaltige Chor mit fast 40 Sängerinnen und Sängern bezauberte die zahlreichen Zuhörer mit einer sommerlichen Zeitreise von der Renaissance bis zur Gegenwart und hatte sein Programm „Von Liebe, Sonne und einem Kaktus“ überschrieben. Was hatte das wohl zu bedeuten? Die Auflösung folgte umgehend, denn es erklangen geistlich-besinnliche sowie weltlich-augenzwinkernde Lieder in einer guten Mischung und einer hervorragenden Interpretation. Der Chor ist dafür in Gera und Umgebung bekannt und machte seinem Namen auch in Kraftsdorf mit anspruchsvollen Chorwerken unter anderem von Johannes Brahms, Carl Orff und Franz Schubert alle Ehre. Doch auch Lieder über die Liebe sowie Frohsinn und Witz kamen nicht zu kurz. Das war besonders beim bekannten „Only you“, dem erfolgreichen Hit der Beatles und natürlich beim Lied „Mein kleiner grüner Kaktus“ von den Comedien Harmonist‘s zu spüren. Das „Agnus Dei“, eine Messe für den Frieden von Karl Jenkins entstand zur Zeit des Kosovokrieges und berührte ebenfalls.

Weitere Glanzpunkte des Konzerts setzte Chorleiter und Organist Benjamin Stielau. Er brachte die restaurierte Poppe-Orgel mit Werken von Bach, Mendelssohn-Bartholdy und Reger meisterhaft zum Klingen und zeigte einmal mehr, welch wunderbares Instrument die Kirchengemeinde damit ihr Eigen nennen kann.

So verwundert es nicht, dass die Erlöse der beliebten Konzertreihe in diesem Jahr einer weiteren Poppe-Orgel in unserem Kirchspiel zugutekommen. Unter dem Stichwort „Poppe hilft Poppe“ werden Erlöse und weitere Spenden für die Orgel in der Kirche zu Mühlsdorf verwendet, die zurzeit restauriert wird.

Monika Grzanna

Gruppe „Hüsch“ begeisterte mit German Folk in Kraftsdorf

Auf dieses Konzert des Kraftsdorfer Musiksommers waren viele Musikfreunde neugierig und gespannt, denn wo hört man heute noch deutsche Volksmusik und was bedeutet der Bandname „Hüsch“? Die Antworten gab es beim Konzert der Gruppe aus Ilmenau am Sonntag, dem 22. Mai 2016 in der Kraftsdorfer Kirche. Erklärtes Ziel der 4 Vollblutmusiker ist es, den reichen Schatz deutscher Volkslieder dem Vergessen zu entreißen und zu pflegen. Deshalb haben sie bekannte und weniger bekannte Lieder entstaubt und auf ihre ganz eigene Art ins Hier und Jetzt transportiert. Was dabei heraus kam, präsentierten sie mit großer Spielfreude und launigen Moderationen, die ihre Wirkung nicht verfehlten. Diese wirklich sehr selten oder noch gar nicht gehörte Form neuer deutscher Folkmusik begeisterte von der ersten bis zur letzten Minute und war auf südthüringisch einfach „hüsch“, übersetzt besonders gut, man kann durchaus sagen hervorragend. Da erklangen Lieder aus einem Zeitraum von ca. 400 Jahren wie „Nun will der Lenz uns grüßen“, „Kein schöner Land“, „Kein Feuer, keine Kohle“ und „Maienzeit“ ebenso wie Lieder von der Jagd, von Liebe, Leid und Abschied, vom Feiern, Wandern und Holzhacken und vielem mehr. Auch Lieder aus dem Thüringer Wald und dem Vogtland in Mundart sowie ein christliches Erntedanklied durften nicht fehlen. Mit den meist schwungvollen und fröhlichen, manchmal melancholischen Geschichten aus dem Leben konnte man sich identifizieren und teilweise auch mitsingen. Dabei bildeten Gesang und Instrumentalbegleitung eine Einheit auf hohem Niveau. Den besonderen Reiz des Konzerts machte der unkonventionelle Umgang mit traditionellen Liedern und vor allem mit den eingesetzten Instrumenten aus. Dazu gehörten neben Geige, Gitarren, Flöten, Keyboard und Banjo vor allem Thüringer Waldzither, Maultrommel und Akkordeon. Für die Musiker, die musikalisch schon in Irland und überall auf der Welt zu Hause waren, ist diese Art von German Folk nach eigenem Bekunden wie ein Nachhause Kommen in ihre Thüringer Heimat. Das kam beim Publikum genauso an und wurde mit stürmischem Applaus honoriert. Erst nach 3 Zugaben konnten Hanna Flock, Joachim Rosenbrück, Nico Schneider und Tim Liebert ihr außergewöhnliches Konzert beenden, das in bester Erinnerung bleiben wird. 

Monika Grzanna

 

Kraftsdorfer Musiksommer 2016 mit glanzvollem Auftaktkonzert

Am Sonntag, dem 24. April 2016 startete der Kraftsdorfer Musiksommer in seine 11. Saison. Zum Auftaktkonzert konnte Pfarrer Christian Kurzke erneut das Gesangsensemble „Canta d‘ Elysio“ begrüßen. Die jungen Männer mit den traumhaften Stimmen sind allesamt Absolventen des Dresdner Kreuzchores und eröffneten bereits im Jahr 2014 die beliebte Konzertreihe. Die zahlreichen Besucher waren gespannt auf das neue Programm und konnten sich auch diesmal auf ein bestens organisiertes Schallerzeugnis freuen, so definieren die Sänger selbst ihre Darbietungen. Geistliche und zeitgenössische Musik wurde in dem sehr vielfältigen Programm scheinbar nebeneinander und in keiner bestimmten Reihenfolge präsentiert. Auf diese Vielfalt legen die jungen Sänger großen Wert: Werke von Homilius und Tallis erklangen ebenso wie moderne Lieder wie „Alles nur geklaut“ von den Prinzen und „Skyfall“ von Adele. Auch bekannte Volkslieder wie die „Loreley“, stimmungsvolle Trinklieder und sogar ein tragisches Spektakel nach der bekannten sächsischen Mundartdichterin Lene Voigt fehlten nicht im Reigen der Melodien. Es war nicht nur für jeden Geschmack etwas dabei, die jungen Meistersänger verstanden es auch diesmal ausgezeichnet, ihre Zuhörer mit exzellentem Können sowie mit Witz und Charme zu begeistern. Wir sagen Danke an „Canta d‘ Elysio“ für diesen wunderbaren und sehr gelungenen Auftakt unseres Kraftsdorfer Musiksommers des Jahres 2016.

Monika Grzanna


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